IK-EnErGie-Knoten: Interkommunaler Strom- und Wärmenetzverbund St.Ruprecht-Weiz-Gleisdorf

© Thomas Nacht/4ward Energy Research GmbH
Die Energiewende erfordert mehr als den Ausbau erneuerbarer Technologien – sie verlangt systemische Lösungen, die Strom, Wärme, Infrastruktur und neue Kooperationsmodelle zusammendenken. Mit dem Projekt IK-EnErGie-Knoten wird im oststeirischen Wirtschaftsraum rund um St. Ruprecht/Raab, Weiz und Gleisdorf ein prototypisches Versorgungssystem für die klimaneutrale Stadt der Zukunft entwickelt und demonstriert. Ziel ist ein skalierbarer Energie-Hub, der lokale und regionale Strom- und Wärmeversorgung sektorgekoppelt, bidirektional und über Eigentumsgrenzen hinweg verbindet.
Ausgangspunkt ist ein bestehendes Energiequartier mit zwei unabhängigen Energieversorgern: der Watzl Mühle mit Photovoltaik und Kleinwasserkraft sowie der Nahwärme St. Ruprecht mit Photovoltaik und Nahwärmenetz. Diese bislang nur über eine Notstromleitung verbundene Infrastruktur wird im Projekt zu einem aktiven Energieknoten weiterentwickelt. Damit werden zentrale Herausforderungen vieler Regionen adressiert: die Nutzung fluktuierender Stromüberschüsse, die Deckung saisonaler Wärmebedarfe sowie die rechtliche und wirtschaftliche Umsetzung gemeinsamer Energienutzung.
Dazu vernetzt EnErGie-Knoten dezentrale Stromerzeugung, Power-to-Heat-Technologien, Wärmespeicher, digitale Steuerungssysteme und regionale Energiegemeinschaften zu einem flexiblen Gesamtsystem. Die Umsetzung erfolgt in drei Phasen – Entwicklung, Umsetzung und Monitoring. Technik, Betriebsführung, Eigentumsverhältnisse und Geschäftsmodelle werden dabei gemeinsam optimiert. So entsteht ein praxisnahes Modell für resiliente, klimaneutrale und übertragbare Energieinfrastrukturen in Österreich.
