Um bis 2050 Klimaneutralität in Europa zu erreichen, braucht es ein umfassendes, systemisches Umdenken im Umgang mit Ressourcen. Kreislaufwirtschaft spielt dabei eine zentrale Rolle – als dritte Säule neben Dekarbonisierung und Effizienzsteigerung im Umgang mit Energie und Ressourcen.

Die österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie sowie der europäische „Circular Economy Action Plan“ setzen genau hier an: Rohstoffe sollen möglichst lange im Wirtschaftskreislauf gehalten, Abfälle vermieden, Produkte reparierbar, wiederverwendbar und recycelbar gestaltet werden. Dies reduziert nicht nur den Ressourcenverbrauch und die Umweltauswirkungen der Industrie, sondern senkt auch den Energiebedarf entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung.

In der aktuellen Ausgabe der „nachhaltigen technologien“ widmen wir uns konkreten Anwendungen und innovativen Ansätzen, die das Potenzial der Kreislaufwirtschaft für die Energiewende sichtbar machen. Ob effizientes Kunststoffrecycling, die Rückgewinnung von Proteinen aus Reststoffströmen der Lebensmittelproduktion oder innovative Stoffkreisläufe in der Bauwirtschaft – all diese Beispiele zeigen eindrucksvoll: Kreislaufwirtschaft ist keine abstrakte Vision, sondern wird durch erfolgreiche Best-Practice-Beispiele bereits konkret umgesetzt.