„Eine zukünftige Energiewende ist nicht zu meistern ohne die intensive Nutzung von grünem Wasserstoff“ – eine oft gehörte und viel diskutierte These.
Wasserstoff als direkter Ersatz für Erdgas würde einige Vorteile bieten – ein Teil der bestehenden Infrastruktur kann genutzt werden, Umwandlungstechnologien müssen nicht verändert werden und die Energieversorgung ist gesichert. Aber ist das wirklich so? Woher kommt der grüne Wasserstoff in Zukunft? Begeben wir uns mit diesem Energieträger in Abhängigkeiten, weil Europa die Eigenversorgung für sich nicht gewährleisten kann? Welchen Preis werden wir für diesen Energieträger zahlen und ist Wasserstoff der geeignetste Energieträger oder werden in Zukunft Ammoniak, Methanol oder Dimethylether das Rennen machen?
Dies sind nur einige der vielen offenen Fragen, die wir in dieser Ausgabe von „nachhaltige technologien“ auf wissenschaftlicher Basis zu beantworten versuchen möchten.
Neben den bekannten Technologien der Elektrolyse wird es in Zukunft neue effiziente Methoden zur Biogaserzeugung oder die Anwendung der Methanpyrolyse sowie hochinnovative Technologien wie beispielsweise die photokatalytische Umwandlung von Abwasser in Wasserstoff oder Methanol geben.
Um die Herausforderungen der Energiewende innerhalb der vorgegebenen Zeit erfolgreich bewältigen zu können, ist die Nutzung aller erneuerbaren Energien unerlässlich. Dabei wird es entscheidend sein, diese auch vernünftig und effizient einzusetzen. Nur so können wir unabhängig von externen Energiequellen und globalen Krisen werden.