Was für den einen Abfall ist, wird für den anderen zum Rohstoff der Zukunft. Hinter diesem einfachen Prinzip verbirgt sich eine der größten Chancen für die Transformation unserer Industrie.

Industrielle und industriell-urbane Symbiosen zeigen, wie sich Wertschöpfungsketten neu denken lassen: Abwärme versorgt ganze Stadtteile, Reststoffe aus der Lebensmittelproduktion werden zur Basis neuer Produkte, digitale Tools identifizieren Austauschmöglichkeiten zwischen Nachbarbetrieben. Das Zusammenspiel von Unternehmen, Kommunen und Regionen schafft nicht nur ökologische Vorteile, sondern stärkt auch die Wettbewerbsfähigkeit vor Ort.

Mit Hubs for Circularities rückt die systematische Umsetzung solcher Kooperationen in greifbare Nähe. Sie verbinden Betriebe mit ihrer Umgebung und bringen Energie- und Stoffströme in regionale Kreisläufe zurück.

In dieser Ausgabe der nachhaltigen technologien stellen wir erfolgreiche Beispiele und innovative Ansätze vor: von der Brauerei Göss, die ihre Energieströme im regionalen Kontext optimiert, über digitale Tools, die Symbiosen simulieren und planbar machen, bis hin zu internationalen Initiativen, die industrielle und urbane Kreisläufe verknüpfen. Die Beispiele machen deutlich – Klimaneutralität entsteht dort, wo wir Grenzen zwischen Branchen, Sektoren und Regionen überwinden.