Erneuerbare Energiepotenziale in Österreich für 2030 und 2040

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Hintergrund

Österreich hat ehrgeizige Ziele im Bereich erneuerbarer Energien und Klimaschutz. Bis 2030 soll der gesamte Strombedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden, und bis 2040 streben wir vollständige Klimaneutralität an. Zahlreiche gesetzliche und politische Voraussetzungen wurden hierfür bereits geschaffen bzw. sind im Entstehen.

Angesichts der zentralen Bedeutung in der Energiebereitstellung rückt die Nutzung verfügbarer erneuerbarer Energiepotenziale in den energiewirtschaftlichen und politischen Fokus. Mit fortschreitendem Ausbau Erneuerbarer gewinnt die Identifikation geeigneter Flächen sowie die regionale Diversifizierung, das heißt Flächenbedarf und Flächenkonkurrenz unter Abwägung der Wirtschaftlichkeit, zunehmend an Bedeutung.

Zudem sieht auch Artikel 15 Absatz 7 der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED II, 2018/2001 – v2022-06-07) die Bewertung des Potenzials von Energie aus erneuerbaren Quellen vor. Diese Bewertung umfasst gegebenenfalls eine Raumanalyse von auch unter Umweltaspekten geeigneten Gebieten und geht auf das Potenzial kleinerer Projekte auf der Ebene von Privathaushalten ein.

Vor diesem Hintergrund ist eine regionalisierte Potenzialanalyse für alle verfügbaren erneuerbaren Energiequellen in Österreich erforderlich. Dies umfasst feste, flüssige und gasförmige Bioenergie, Geothermie, Photovoltaik, Solarthermie, Umgebungswärme & Wärmepumpe, Wasserkraft und Windenergie für Strom, Wärme, Kälte und Kraftstoffe sowie die Verwendung von erneuerbaren Gasen und flüssigen Erneuerbaren in der Industrie (z. B. erneuerbarer Wasserstoff in der Stahlindustrie, erneuerbares Methan in der chemischen Industrie, Schmierstoffe) bis 2030 und 2040.


Projektziele und avisierte Ergebnisse

Die Studie zielt darauf ab, das Potenzial erneuerbarer Energien in Österreich für die Jahre 2030 und 2040 auf Grundlage von Bestandsdaten und in geeigneter räumlicher Auflösung zu modellieren. Hinsichtlich der Energieverfügbarkeit aus erneuerbaren Quellen werden dabei Faktoren wie Wirtschaftlichkeit, saisonale Verfügbarkeit, technologischer Wandel sowie die Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt.

Die Studienergebnisse werden in einem Online-Web-GIS-Tool präsentiert und umfassen das theoretische, technische und realisierbare Potenzial für alle betrachteten erneuerbaren Energiequellen bis 2030 und 2040. Die Bandbreite der Ergebnisse reicht von konservativen bis zu optimistischen Szenarien sowie einer realistischen Basisbetrachtung mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit.

Projektpartner:

Kontakt:
Franz Mauthner