Hybrider Energieverbund am Pogusch fertiggestellt
Ziel des Projekts war die Umsetzung eines hybriden hinsichtlich betrieblicher Stoffströme optimierten Gesamtkonzepts für einen Gastronomie- und Hotelbetrieb in exponierter Lage. Das Konzept ermöglicht die Integration und Einbindung sämtlicher betrieblicher Stoffströme. Der Fokus der Maßnahmen lag im Bereich der erneuerbaren Energieversorgung (Wärme, Kälte, Strom), ergänzt durch Maßnahmen zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs (vielfältige Nahrungsmittelproduktion vor Ort, Kreislaufwirtschaft-Kompostierung, ökologische Baustoffauswahl) und Maßnahmen zur Senkung des mobilitätsbedingten Energie- und CO2-Verbrauches. Das Projekt zeigt, dass durch ein umfassendes Maßnahmenbündel ein nahezu energieautarkes, ressourcenschonendes Tourismusprojekt in „Insellage“ realisiert werden kann.
Der „Hybride Energieverbund“ basiert auf dem Zusammenspiel unterschiedlichster erneuerbarer Energiesysteme. Das daraus resultierende Energiekonzept berücksichtigt bereits bestehende Strukturen wie auch neu zu errichtende Systeme und fasst dies in einer Systemlösung zusammen. Das Energiekonzept ermöglicht für das gesamte Areal „Steirereck“ die Erreichung eines Nahezu-Plus-Energie-Standards und berücksichtigt explizit die spezifischen Rahmenbedingungen einer Lage auf rund 1.000 m² Seehöhe, insbesondere die Nutzung der vor Ort verfügbaren erneuerbaren Energien.
Zentral wichtig ist dabei, dass die bestehenden Versorgungsanlagen im neuen Gesamtkonzept die Basis bilden können und im intelligenten Zusammenspiel mit den gezielten neuen Elementen, wie großzügige PV-Anlage, KWK-Anlage (geplant), umfangreiche Abwärmenutzung die Erreichung des Plus-Energie-Standards möglich wird. Die neuen Gebäude wurden im Niedrigenergiestandard unter teilweiser Nutzung von Passivhauskomponenten ausgeführt. Konsequente Umsetzung von kontrollierter Belüftung inkl. Wärmerückgewinnung zählt zum Ausführungsstandard. Die Wärmeabgabe erfolgt auf Basis Niedertemperatursysteme (Fußboden- und Wandheizung, sowie Bauteilaktivierung). Die Gewächshäuser wurden thermisch hochwertig ausgeführt und strikt in einen moderat beheizten Teil und in einen gering beheizten Teil getrennt.
Dieses einzigartige Leuchtturmprojekt „Energy²POG“ steht ganz im Fokus des Zusammenspieles zwischen Gastronomie-, Beherbergung sowie nachhaltiger Energie- und Ressourcenschonung und wurde im Rahmen vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) im Rahmen des Programms „Stadt der Zukunft“ gefördert.
Projektpartner
Steirereck Stadtpark GmbH
PPAG architects ztgmbh
TBH Ingenieur GmbH
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