CFS-Audit – Circular Food System Audit

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In der Lebensmittelindustrie fallen große Mengen an nicht vermeidbaren Lebensmittelreststoffen an, die bislang nur teilweise genutzt werden. Diese vielfältigen biogenen Nebenprodukte – von Obst- und Gemüseschalen über Molke und Biertreber bis zu Backwaren- und Ölrückständen – enthalten wertvolle Inhaltsstoffe wie beispielsweise Proteine, die ein regionales verfügbares Potenzial für die Kreislaufwirtschaft darstellen. Gleichzeitig erschweren oftmals stark heterogene Reststoffeigenschaften, bestehende Rahmenbedingungen sowie fehlendes Know-how in den Betrieben die Entwicklung effizienter Verwertungsansätze.
Hier setzt das Projekt „CFS-Audit – Circular Food System Audit“ an. Ziel ist die Entwicklung einer effizienten, standardisierten Methodik für biogene Reststoffaudits, die speziell auf die Bedürfnisse von KMU der Lebensmittelindustrie zugeschnitten ist. Auf Basis eines klar strukturierten Vorgehensmodells werden Reststoffströme erfasst, geeignete Recycling-, Extraktions- und Verwertungstechnologien zugeordnet und kreislauforientierte, kaskadische Nutzungspfade techno-ökonomisch bewertet. Eine neue Optimierungsmethode mit Nutzungshierarchien unterstützt die Priorisierung stofflicher vor energetischer Nutzung und die Mehrfachnutzung von Biomasse.
Ergänzend werden ein Technologiedatensatz und eine Toolbox mit Fragebögen, Checklisten, Analyse- und Berechnungstools aufgebaut, um Audits effizient und praxisnah durchzuführen. Aus diesen Bausteinen entsteht die neue Servicedienstleistung „CFS-Audit“, die ACR-Institute den KMUs anbieten können. Das Projekt schließt Wissenslücken, erleichtert die Identifikation neuer Wertschöpfungsketten und leistet einen konkreten Beitrag zur Etablierung einer ressourcenschonenden, klimafitten Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittelindustrie.
DIin Dr.in Judith Buchmaier
Arbeitsschwerpunkte:
Oszillierende Reaktoren, Wertsteigerung von Ressourcen
Auftraggeber
Das Forschungsprojekt CFS Audit wird durch das Forschungsnetzwerk ACR – Austrian Cooperative Research aus den Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) gefördert.
