Cornerstone – Kombinierte Technologien zur Rückgewinnung von Wasser, Energie und gelösten Stoffen aus industriellen Prozessströmen.

© Cornerstone Consortium

Der europäische „Green Deal“ (Europäische Kommission, 2019) verändert die europäische Prozessindustrie grundlegend. Europa hat zum Ziel, bis 2050 Klimaneutral zu sein und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft umzusetzen. Um dies zu erreichen, ist eine Transformation und Adaption in der Prozessindustrie unumgänglich was insbesondere auch die Wassernutzung und Wasserressourcen betrifft.

Die Industrie zählt zu den Hauptwasserverbrauchern in Europa und verbraucht etwa 40 % der gesamten entnommenen Wassermenge. Wasser dient als Energiequelle, Produktbestandteil, Trägermedium für Rohstoffe und Reinigungsmedium.

Wasser spielt daher vor allem im Primär- und Sekundärsektor eine wesentliche Rolle und beeinflusst die nachgelagerten Wertschöpfungsketten.

Die Einleitung industrieller Abwasserströme (entweder als Direkteinleitung in Gewässer oder als Indirekteinleitung in kommunale Kläranlagen) ist mit einem erheblichen Wasserfußabdruck verbunden. Die Abwasserbehandlung ist zudem mit hohen Betriebskosten (e.g. Chemikalien, Energieverbrauch, etc.) verbunden.

Aktuell wird allerdings ein steigender Wasserbedarf prognostiziert, der maßgeblich vom Klimawandel beeinflusst wird. Die „Europäische Innovationspartnerschaft für Wasser“ und der „Plan zum Schutz der europäischen Wasserressourcen“ priorisieren die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser. Im Projekt Cornerstone wird konkret angestrebt mithilfe von sechs verschiedenen Technologien die Rückgewinnung von Wasser, Energie und gelösten Stoffen für die entsprechenden Anwendungsfälle signifikant zu steigern.

DI Dr. Christoph Höfer

DI Dr. Christoph Höfer

Arbeitsschwerpunkte: Technologieentwicklung für eine Kreislaufwirtschaft, Biogeochemie, Elementkreisläufe und Nährstoffrückgewinnung

DI Dr. Bettina Muster

DI Dr. Bettina Muster

Leiterin der Forschungsgruppe Wasser- und Prozesstechnologien