Fassadenkollektoren ohne Hinterlüftung
Im Rahmen dieses Projekts werden systemtechnische und bauphysikalische Untersuchungen durchgeführt und konstruktive, ästhetisch ansprechende Lösungen für eine Fassadenintegration von Sonnenkollektoren erarbeitet sowie das Anlagenverhalten in Testfassaden untersucht. Unter einem fassadenintegrierten Sonnenkollektor wird ein direkt in die Fassade aufgenommenes Kollektorelement verstanden, bei dem die Wärmedämmung Bestandteil des Gebäudes und des Kollektors ist. Zwischen beiden ist keine thermische Trennung in Form einer Hinterlüftung vorhanden. Der Fassadenkollektor übernimmt verschiedene Funktionen in einem Bauteil: als thermischer Flachkollektor, als Verbesserung der Wärmedämmung des Gebäudes, als passiv solares Element bei geringer Einstrahlung, als Witterungsschutz der Fassade durch die Kollektorverglasung und schließlich als Gestaltungselement der Fassade.
Der Vorteil von nicht hinterlüfteten fassadenintegrierten Kollektoren ist demnach eine Kostenersparnis durch gemeinsame Nutzung von Bauteilen. Außerdem sind sie sowohl für den Neubau als auch für Altbausanierungen geeignet. Die genannten Vorteile sind im Wesentlichen theoretisch begründet. Aufgabe dieses Projekts ist es daher, den einzelnen Fragestellungen gezielt nachzugehen, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und Solartechnikfirmen, Planern und Architekten Grundlagenwissen und eine solide Datenbasis zur Verfügung zu stellen, welche die Fertigung, Auslegung und Errichtung derartiger Anlagen erlauben. Zentralen Stellenwert bei der Entwicklung der konstruktiven Lösungen haben dabei die Wiederverwertbarkeit der eingesetzten Materialien und die Ressourceneffizienz.
Auftraggeber
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Projektpartner
AKS DOMA Solartechnik GmbH, Satteins, Österreich TB für Bauphysik: Dipl.-Ing. Dr. Karl Höfler Technisches Büro Leiler, TB für Bauphysik und Technischen Umweltschutz GREENoneTEC, Kanduth ProduktionsgmbH, Österreich