FeruCycle – Biogene Ferulasäure für eine hochwertige Kreislaufwirtschaft aus Agrar-Nebenprodukten

© Waldemar Brandt
Unser Alltag steckt noch immer voller Produkte aus fossilen Rohstoffen – von Kunststoffen über Kosmetik bis zu Klebstoffen. Für eine klimaneutrale, zirkuläre Wirtschaft braucht es daher neue biobasierte Alternativen, die in ausreichender Menge, Qualität und zu vertretbaren Kosten verfügbar sind. Genau hier setzt FeruCycle an.
Das Projekt nutzt bislang geringwertig genutzte Agrar-Nebenprodukte wie Kleien und Maisspindeln als regionale Rohstoffquelle. Ziel ist es, aus diesen Reststoffen die biogene Plattformchemikalie Ferulasäure zu gewinnen. Sie besitzt antioxidative, antibakterielle und UV-schützende Eigenschaften und eignet sich damit unter anderem für Kosmetik, Nahrungsergänzung und innovative Materialien.
FeruCycle entwickelt dafür ein neues, möglichst einfaches und robustes biotechnologisches Verfahren. Parallel dazu werden wirtschaftliche Umsetzungskonzepte für vor allem kleinstrukturierte Mühlenbetriebe und andere KMU erarbeitet: von der Integration in bestehende Anlagen über Kooperationen mit Technologieanbietern bis hin zu neuen Geschäftsmodellen entlang der Wertschöpfungskette.
Durch das Zusammenführen relevanter Akteur:innen entsteht ein synergetisches Netzwerk an Rohstofflieferanten, Technologieentwickler und Abnehmern. So trägt FeruCycle dazu bei, fossile Rohstoffe zu ersetzen, Importabhängigkeiten zu verringern, die regionale Wertschöpfung zu stärken und Agrar-Reststoffe im Sinne der zirkulären Bioökonomie deutlich besser zu nutzen.
DI Dr. Philipp Petermeier
Arbeitsschwerpunkte:
Prozessintensivierung, Ökoeffiziente Bioraffinerieentwicklung
Auftraggeber
Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET)
Das Forschungsprojekt „FeruCycle“ wird durch das Forschungsnetzwerk ACR – Austrian Cooperative Research aus den Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) gefördert.
