GeoHub – Thermische Bodennutzung im urbanen Raum

© beyond carbon energy_Günaz Weber
Erdwärmesondenfelder liefern klimafreundliche Wärme und Kälte, doch ihre Langzeitperformance hängt stark von Untergrundparametern, Feldgeometrie und dem realen Betrieb ab. Darüber hinaus kann es in dicht bebauten Gebieten zu thermsichen Wechselwirkungen zwischen der Erdsonden kommen welche zu unerwarteten Temperaturdrifts und Effizienzverlusten führen. GeoHub schließt die Lücke zwischen Planung und Betrieb, indem geowissenschaftliche Randbedingungen mit Messdaten und Betriebsinformationen zusammengeführt werden.
Im Projekt werden mehrere Modellquartiere untersucht (u.a. Viertel Zwei und Aspern Baufeld H6). Auf Basis hochaufgelöster Monitoringdaten werden Energiebilanzen erstellt, digitale Zwillinge aufgebaut und Simulationstools (schnelle g‑Funktionen sowie detaillierte Finite‑Elemente‑Modelle) miteinander verglichen und kalibriert. Darauf aufbauend entstehen adaptive Bewirtschaftungsstrategien (z.B. Lastspitzenreduktion, Regeneration durch Abwärmequellen) sowie Integrationskonzepte für multivalente Wärme‑/Kältesysteme.
Ein zentrales Ergebnis ist ein Quick‑GeoCheck‑Tool, das auf bekannten Standortdaten schnelle, fundierte Abschätzungen zur Leistungsfähigkeit von Erdwärmesonden in einer Region ermöglicht. Damit unterstützt GeoHub Betreiber*innen, Planer*innen und Kommunen bei der nachhaltigen Nutzung des Untergrunds und der Dekarbonisierung des Gebäudesektors.
DI Philipp Gradl
Arbeitsschwerpunkte: Systemintegrierte Erneuerbare Energietechnologien,
Datengetriebene Evaluierung & Optimierung
Auftraggeber
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG)
Programmlinie Stadt der Zukunft / Technologien und Innovationen für die klimaneutrale Stadt (Ausschreibung 2022)
