Open Data Platform – Green Energy Lab Open Data Platform

Der Übergang von einem zentralen Energiesystem auf Basis von fossilen Energieträgern zu einem dezentralen, erneuerbaren System erfordert eine weit verbreitete Einführung technologischer Innovationen. Einerseits erfordern einige neue Technologien Informationsaustausch und Datentransfer zwischen verschiedenen Akteur*innen und könnten daher auf Akzeptanzschwierigkeiten bei Endkund*innen stoßen. Andererseits kann die Einführung neuer technischer Innovationen das Verhalten von Endkund*innen auch beeinflussen.

Verteilnetzbetreiber*innen haben typischerweise kaum Informationen über Lastflüsse in ihren Netzen und sowohl Endkund*innen, als auch Energieversorger*innen könnten von einer besseren Kenntnis und einem besseren Verständnis von disaggregierten Verbrauchsprofilen profitieren.

Disaggregierte Endnutzer-Daten (v.a. Haushalte und KMUs) sollen verarbeitet werden, um verbrauchsintensive Anwendungen zu identifizieren und somit ein besseres Verständnis der Energiekosten zu ermöglichen. Außerdem werden, Verbrauchsmuster und darauf basierende Prognosemodelle entwickelt, um ein besseres Verständnis von Lastflüssen zu ermöglichen und die Identifikation von Flexibilitäten für das Energiesystem zu erleichtern. Weiters werden Überzeugungsstrategien untersucht, die helfen sollen, Verhaltensmuster von Teilnehmer*innen zu ändern und die Effizienz zu erhöhen. Die Beteiligung der Verbraucher*innen ist sehr wichtig für eine weite Verbreitung von technologischen Innovationen, daher werden Beteiligungsmodelle entwickelt, um die Akzeptanzrate zu erhöhen.

Die Open Data Platform soll letztendlich allen Nutzer*innen Einblick über Energieverbrauchs- oder Effizienzdaten gewähren und maßgeschneiderte Empfehlungen für energierelevante Maßnahmen zur Verfügung stellen. Durch Anreize sollen Endkund*innen ermuntert werden, aktiv am Energiesystem teilzunehmen und Flexibilität anzubieten.

Abschließend wird die Green Energy Lab Open Data Platform in die Cluster Koordination integriert, um den Open Data Ansatz zu ermöglichen und quantitative Ziel der Vorzeigeregion zu monitoren.

DI Philip Ohnewein

DI Philip Ohnewein

Arbeitsschwerpunkte: Erneuerbare Energie Technologien, Datengetriebene Evaluierung & Optimierung

Auftraggeber

Klima- und Energiefonds https://www.klimafonds.gv.at/

Projektkoordination

TU Wien – Institut für Energiesysteme und elektrische Antriebe – Koordinator http://esea.tuwien.ac.at

Projektpartner

EVN AG https://www.evn.at/

Austrian Institute of Technology (AIT) https://www.ait.ac.at/

twingz development Gmbh (twingz) https://www.twingz.com/

ms.gis Informationssysteme GmbH (msGIS) http://www.msgis.com/

Karl-Franzens-Universität Graz – Institut für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung https://sis.uni-graz.at/

Forschung Burgenland GmbH https://www.forschung-burgenland.at/

Status

abgeschlossen