PROCESOL II – Solarthermische Prozesswärme in Kombination mit Wärmerückgewinnung für industrielle Produktionsprozesse

Als Zielbetriebe werden dabei jene angesehen, die Prozesswärme im Bereich von 40 – 90°C für die Herstellung ihrer Produkte oder Dienstleistungen einsetzen. Diese Temperaturen können mit herkömmlichen Flachkollektoren und Vakuumröhren­kollektoren mit gutem Wirkungsgrad erreicht werden.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aller vorangegangen Projekte zum Thema solarer Prozesswärme ist jene vom Fehlen geeigneter Auslegungs- und Wartungsrichtlinien für Solaranlagen in der Industrie und dem Gewerbe. Dies wurde auch durch Betriebserfahrungen von solar­thermischen Anlagen in Produktionsbetrieben (hpts. in Griechenland, Spanien und Portugal) bestätigt.

Daher ist die Erstellung von in der Praxis anwendbaren Auslegungs- und Wartungsrichtlinien für die Installation und den Betrieb von Solaranlagen ein wesentlicher Bestandteil dieses Projektes. Diese Richtlinien sollen zu einem Werkzeug für Planer und Techniker für bestehende und die Auslegung von zukünftigen Anlagen werden, womit ein großer Schritt hin zu effizienten und zuverlässigen Systemen im industriellen Sektor gemacht werden kann.

Das Ziel soll durch die Bearbeitung der folgenden Phasen des Projektes erreicht werden:

  • Erstellung von Auslegungsrichtlinien von solarthermischen Systemen in Kombination mit Wärmerückgewinnungsmaßnahmen für verschiedene Industriebranchen
  • Herausgabe von Auslegungs- und Wartungsrichtlinien basierend auf den Erfahrungen mit bestehenden Systemen
  • Evaluierung der Auslegungsrichtlinien durch messtechnische Überwachung von existierenden Anlagen
  • Durchführung von Workshops mit Betrieben verschiedener Branchen, um Möglichkeiten von solarthermischen Anlagen zur Prozesswärmebereitstellung darzustellen und Vertreter der produzierenden Industrie mit jenen der Solarindustrie zusammen zu bringen

Das langfristige Ziel des Projektes ist die Umsetzung von solarthermischen Anlagen zur Erzeugung von Prozesswärme in Industriebetrieben in Kombination mit vorhergehenden Wärmerück­gewinnungs­maßnahmen unter Miteinbeziehung aller aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse.

Auftraggeber

EU Kommission DG TREN
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Status

abgeschlossen