EINE VERANSTALTUNG DES SOLARNET STYRIA

  1. April 2009, Hotel Europa, Graz

Entsprechend einer neuen EU Richtlinie muss der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch Österreichs bis 2020 auf 34% erhöht werden.
Da der Energiebedarf für Raumheizung und Warmwasserbereitung im Wohnbau rund 63% des gesamten Endenergiewärme- und Kühlbedarfs ausmacht, wird deutlich, dass dieser Sektor wesentliche Beiträge zur Erreichung der o.g. Ziele beitragen muss.
Neben dem Einsatz von Biomasse können thermische Solaranlagen hier wesentliche Beiträge leisten. Um dieses Potenzial nutzen zu können, sind neben Änderungen in der Wohnbauförderung auch mögliche Verpflichtungen zur Nutzung der Solarenergie in Vorbereitung. Diese Maßnahmen werden einen signifikanten Einfluss auf das Erscheinungsbild von Gebäuden bewirken.
Wenn thermische Solaranlagen großflächig eingesetzt werden, dann kommt der architektonischen und bauphysikalisch richtigen Integration der Kollektorflächen in die Gebäudehülle eine wesentliche Rolle zu.
In Dächer oder Fassaden integrierte Kollektoren übernehmen neben der Funktion als Energiewandler auch die Funktion einer Wärmedämmung und als Gestaltungselement.
Insbesondere in der Fassade gehen architektonische, bautechnische und wirtschaftliche Überlegungen Hand in Hand. Mit der Rasterung der Gläser, der Art (Metall, Holz) und Farbe der Glasabdeckleisten und der Farbe des Kollektors lassen sich unterschiedliche Effekte und Gestaltungsmöglichkeiten erzielen.

Im Rahmen der Tagung wurden die umfassenden Möglichkeiten der Gebäudeintegration von thermischen Solaranlagen mit zeitgemäßen Werkstoffen in Verbindung von ästhetischem Design und ökologischem Nutzen vorgestellt.