Aktuelle Entwicklungen, Gebäude digital zu erfassen und damit Energiebedarf und Komfortbedingungen in der Simulation abzubilden, bevor noch ein Gramm Material verbaut ist, hat in den letzten Jahren enorm an Fahrt aufgenommen. Innovative Rechenmodelle und Softwarelösungen ermöglichen es uns mittlerweile, virtuelle Gebäudezwillinge in der Gebäudeplanung und dem Betrieb umfassend zu integrieren. Das volle Potenzial der Gebäudesimulation muss aber wohl erst noch ausgeschöpft werden. Die Gebäudesimulation wird sich auf jeden Fall stark weiterentwickeln, aber was können wir uns in den nächsten Jahren erwarten? Aktuelle Entwicklungen zeigen die Entwicklung hin zu komplexen Mikroklima- und Quartierssimulationsmodellen über Cloudrechner, automatisierte BIM-Simulationsworkflows, kostengünstige multifunktionale Sensoren, die mit Simulationsmodellen gekoppelt werden, datengetriebene Smart-City-Konzepte und simulationsbasierte Steuerung und Regelung zur kontinuierlichen Optimierung des Gebäudebetriebs. Einige dieser spannenden Entwicklungen dürfen wir ihnen in dieser Ausgabe vorstellen. Auch ein Trend lässt sich bei vielen dieser neuen Ansätze klar erkennen: zukünftige Simulationsmodelle werden auf jeden Fall mit intelligenter Technologie und IOT-Sensorik koexistieren und viel stärker zusammenwachsen.
In dieser Ausgabe finden Sie einen anwendungsorientierten Blick auf innovative neue Simulationsmethoden – von der „Echtzeitkopplung von Simulation und Betrieb mittels digitaler Gebäudezwillinge“ bis hin zu „Mikroklimasimulationen“.