Ganz so neu ist das Thema rund um die Serielle Sanierung, zumindest in Österreich, freilich nicht, denn bereits in den frühen 2000er Jahren wurden erste Pilotprojekte realisiert. Leider ist dieses auf Standardisierung, Digitalisierung und Vorfertigung basierende Modell bisher nie über den Pilot-Status hinaus und somit nicht in die beabsichtigte Serienfertigung gekommen. Initiativen aus mehreren Teilen Europas, wie z. B. aus den Niederlanden, Deutschland und Estland, demonstrieren in einem neuen Anlauf sehr erfolgreich die „Serielle Sanierung 2.0“. Alleine in Deutschland wurden in den letzten Jahren bereits 50 Geschoßwohnbauten seriell saniert, 25 sind in Bau und die Pipeline an weiteren Projekten ist gut gefüllt. So zeigen aktuell rund 150 in Vorbereitung befindliche Geschoßwohnbauten eindrucksvoll, dass der Sprung von einzelnen Pilotsanierungen hin zur seriellen Sanierung dieses Mal gelingen kann und somit ein wichtiger Beitrag zur raschen Auflösung des in der gesamten EU vorherrschenden Sanierungsstaus im Gebäudesektor geleistet werden kann. Das Potenzial für serielles Sanieren in
Österreich und die Chancen für die österreichische Baubranche? Aufgrund der Gebäudetypologie und der Holzbautradition grundsätzlich hoch, es braucht aber rasch gezielte Initiativen und längerfristig begünstigende (Förder-) Rahmenbedingungen. Der gegenständliche Schwerpunkt der „nachhaltigen technologien“ gibt Einblick in aktuelle europäische Initiativen zur seriellen
Sanierung und berichtet über den Status quo in Österreich.