Entdecken Sie die Zukunft der industriellen Energieversorgung!

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Eine leistbare und zukunftssichere Energieversorgung ist für die Industrie von großer Bedeutung. Dies hat sich vor allem durch die Preisentwicklungen (vor allem durch den Anstieg der Gaspreise) und Rohstoffverfügbarkeiten der letzten Monate verstärkt gezeigt. Daher sind die effiziente Nutzung von Ressourcen und die Kombination unterschiedlicher Energieversorgungstechnologien mit dem obersten Ziel der Dekarbonisierung der Industrie von großer Bedeutung.

Erneuerbare elektrische Energie kann selbst in Österreich aufgrund fehlender Ressourcen nur einen Teil des Energiebedarfs in Bezug auf Strom und Wärme abdecken. Daher ist es wichtig, dass zur Deckung des industriellen Prozesswärmebedarfs im niedrigen und mittleren Temperaturbereich exergetisch sinnvolle Technologien zur Anwendung kommen. Vor diesem Hintergrund fokussierte sich das Projekt CORES „Integration kombinierter, erneuerbarer Energiesysteme in die Industrie“ auf die Technologien Abwärmenutzung, solare Prozesswärme und Wärmepumpen, jeweils kombiniert mit Speichern, sowie auf Photovoltaik und PVT-Kollektoren.

Nach einer Projektlaufzeit von knapp vier Jahren stehen folgende Ergebnisse zur Verfügung:

  • Eine entwickelte Methodik, die eine umfassende Detailanalyse eines erneuerbaren Energieversorgungssystems für die spezifischen Rahmenbedingungen eines Industriebetriebes ermöglicht. Diese wurde anhand von drei Industriestudien validiert.
  • Ein Systemmodell zur detaillierten Abbildung möglicher Technologie-Kombinationen und Verschaltungen und deren Simulation.
  • Globale Key Performance-Indikatoren zur Bewertung des Gesamtsystems und Durchführung einer Optimierung nach technischen, ökonomischen und exergetischen Kriterien.
  • Möglichkeiten zur Regelung von Energieversorgungssystemen für eine optimierte Betriebsführung.

Um die Industrie bei der Dekarbonisierung zu unterstützen, wurde zudem ein Potenzial-Tool zur schnellen Erstanalyse von erneuerbaren Energiesystemen entwickelt, das ab sofort zum Download bereitsteht. Es bietet sowohl Stakeholder*innen aus der Industrie als auch Technologieanbieter*innen die Möglichkeit, ein System bestehend aus Solarthermie, Photovoltaik, Wärmepumpe und Speicher für einen individuellen Anwendungsfall selbstständig auszuwerten. Dadurch soll eine erste schnelle Potenzialabschätzung möglich sein. Ergänzt wird das Tool durch ein Anwender*innen-Handbuch. Für nähere Informationen zur Unterstützung der Industrie auf ihrem Weg der Dekarbonisierung steht zudem ein Leitfaden zur Verfügung.

Das österreichische CORES-Projektteam forschte mit zwei Konsortien aus Deutschland und der Schweiz in einem D-A-CH-Projekt. Gemeinsam wurden begleitende Veranstaltungen zur Stakeholder*inneneinbindung (Stakeholder- Workshops, Abschlussveranstaltung), zur wissenschaftlichen und marktnahen Verbreitung sowie verschiedenste Disseminationsaktivitäten durchgeführt, um die gewonnenen Erkenntnisse einer möglichst großen Zielgruppe zugänglich zu machen.

Projektpartner:


Kontakt:
Sarah Meitz