Erfolgsmodell: Wissenstransfer trifft Unternehmenspraxis

Chemiereport / Anna Rauchenberger
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In einem auf zwei Jahre angelegten Qualifizierungsprogramm erarbeiten derzeit neun Unternehmen in zehn aufeinander abgestimmten Ausbildungsmodulen – begleitet von Expert:innen aus Praxis und Wissenschaft – ihre individuelle Dekarbonisierungsstrategie. Ziel ist es, den Transformationspfad in Richtung Klimaneutralität systematisch, unternehmensspezifisch und praxisnah zu gestalten.

Bereits vier von zehn Modulen wurden von den Unternehmen erfolgreich abgeschlossen. Die teilnehmenden Unternehmen bauen dabei fundiertes Wissen und praxisorientierte Werkzeuge in folgenden zentralen Themenfeldern auf: Analyse von Energie- und Ressourcenverbräuchen: Eine fundierte Datengrundlage über aktuelle Verbrauchsstrukturen bildet das Fundament jeder Dekarbonisierungsstrategie.

Entwicklung einer Dekarbonisierungsstrategie & Roadmap:

Schrittweise wird ein realistischer, wirtschaftlich tragfähiger und auf das Unternehmen abgestimmter Pfad zur Klimaneutralität konzipiert. Dieser erfolgt durch:

  • Integration erneuerbarer Energiequellen (Wärme, Strom, Kälte): Technische und wirtschaftliche Potenziale werden analysiert und konkret bewertet.
  • Digitalisierung & Energiemanagement: Moderne Technologien wie digitale Zwillinge, Energiemonitoring und Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) stehen im Zentrum der Betrachtung zur Effizienzsteigerung.
  • Klimabilanzierung & Nachhaltigkeitsreporting: Die Erstellung von Treibhausgasbilanzen gemäß international anerkannten Standards sowie deren Integration in ESG-Reportingprozesse sind zentrale Inhalte.
  • Investition & Finanzierung von Maßnahmen zur Dekarbonisierung: Es werden Methoden zur wirtschaftlichen Bewertung von Maßnahmen behandelt sowie Informationen über geeignete Förderinstrumente bereitgestellt.
  • Kreislaufwirtschaft & Ressourceneffizienz in Produktionsprozessen: Die Optimierung von Materialflüssen und Wiederverwendung stehen im Mittelpunkt.
  • Mitarbeiterqualifizierung & Change Management: Der erfolgreiche Wandel gelingt nur mit qualifizierten, motivierten Mitarbeitenden – daher steht auch die Entwicklung von Veränderungskompetenz im Fokus.

Transfer in die Praxis steht im Vordergrund

Ein zentrales Element des Programms ist die unmittelbare Anwendbarkeit der vermittelten Inhalte. Betriebsbesichtigungen, Best-Practice-Beispiele und individuell ausgearbeitete Maßnahmenpläne unterstützen die Unternehmen dabei, das erworbene Wissen direkt in ihre betriebliche Praxis zu integrieren. Der gezielte Austausch zwischen den Teilnehmenden fördert zusätzlich den Wissenstransfer und das Lernen voneinander.

Highlight: Nominierung für den Clusterland Award 2024

Ein besonderer Erfolg des Projekts ist die Nominierung für den Clusterland Award 2024 – eine Anerkennung für die praxisnahe Programmausgestaltung sowie das hohe Engagement der beteiligten Unternehmen auf ihrem Weg zur Klimaneutralität. Besonders hervorzuheben ist die Pitch-Präsentation zweier Unternehmenspartner, die eindrucksvoll aufzeigte, welchen konkreten Mehrwert strukturierte Qualifizierungsmaßnahmen sowohl für die Unternehmen als auch für Umwelt und Gesellschaft leisten können.


Auftrag/Fördergeber

Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET)

Programm

Ausschreibung: Innovationscamps 2022 (FFG)

Projektkoordinator

AEE INTEC

Projektpartner

Forschungspartner

Unternehmenspartner

Unterstützender Partner

 

Kontakt

Carina Seidnitzer-Gallien