ISEC 2024: Globale Zusammenarbeit für erneuerbares Heizen und Kühlen
Die 3. Internationale Konferenz für erneuerbares Heizen und Kühlen in integrierten städtischen und industriellen Energiesystemen (ISEC 2024) fand vom 10 bis 11. April in Graz statt und brachte 400 Teilnehmer*innen aus über 35 Ländern zusammen. Die von AEE INTEC in Zusammenarbeit mit UNIDO und RHC-ETIP organisierte Veranstaltung, bot einem hochkarätigen Publikum aus Forschung, Industrie, Gewerbe, Energiewirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Politik die Möglichkeit, sich intensiv mit der drängenden Frage der Energiesouveränität, getrieben durch Klimawandel und politische Vorgaben, auseinanderzusetzen. Mit dem Fokus auf globale Lösungen tauchte die Konferenz in transformative Themen, wie den Übergang zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, die Kopplung der Energiesektoren, Energiespeichersysteme und die intelligente Elektrifizierung der Energieversorgung ein. In sechs Keynote-Vorträgen, 77 Fachvorträgen, 105 Posterbeiträgen und intensiven Diskussionen erkundeten die Expert*innen, wie Forschungsergebnisse in konkrete Maßnahmen für die Energiewende umgesetzt werden können. Die ISEC diente dabei als Katalysator für neue Kooperationen und transformative Projekte, um den Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu beschleunigen.
Bundesministerin Leonore Gewessler unterstrich in ihrer Eröffnungsrede die Rolle der ISEC als wichtige Netzwerkplattform, die eine Brücke zwischen Forschung und praktischer Umsetzung schlägt. Ergänzt wurden diese Statements durch Beiträge von Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, der über neue österreichische Forschungs- und Umsetzungsprogramme berichtete, sowie von der Energie Steiermark – Gold Sponsor der ISEC – die den Fokus auf aktuelle Aktivitäten zur Umsetzung von erneuerbarer Energien in der Steiermark legte.
Die internationale Dimension der Konferenz wurde durch die Zusammenarbeit mit der UNIDO und die Teilnahme des brasilianischen Vizeministers für Green Economy, Dekarbonisierung and Bio-Industrie, Herrn Rodrigo Sobral Rollemberg, betont.
Dieser unterstrich die Dringlichkeit globaler Kooperation, insbesondere angesichts der Klimakrise und internationaler Initiativen wie der UN-Agenda 2030 und dem European Green Deal und betonte die Bedeutung internationaler Partnerschaften zur Dekarbonisierung des Industriesektors. Im Rahmen der ISEC 2024 führte die brasilianische Delegation Gespräche mit österreichischen Unternehmen über zukünftiges Zusammenarbeiten zum Beispiel im Bereich der Finanzierung von Demonstrationsprojekten oder der Gewinnung von Wasserstoff als zukünftigen Energieträger.
Die Konferenz zeigte erfolgreiche Kooperationen zwischen Forschung, Industrie und Politik auf, die zu wichtigen Fortschritten bei der Umsetzung von nachhaltigen Energiesystemen geführt haben. Beispiele aus Österreich wie das Programm „Vorzeigeregion Energie“ oder „100% Erneuerbare-Energie-Reallabore“ demonstrieren die reale Umsetzung von technologischen und regionalen Lösungen zur Dekarbonisierung.
Ein Ausblick auf die Zukunft zeigt, dass die ISEC 2024 die Bühne für zukünftige Initiativen zur Beschleunigung der Energiewende setzt. Durch den Dialog und den Austausch von Wissen spielen Konferenzen wie die ISEC eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft. Die Planungen für die ISEC 2026, die am 15./16. April 2026 in Graz stattfinden wird, startet in den nächsten Wochen.
Projektleitung / Organisator:
AEE – Institut für Nachhaltige Technologien
Co-Organisatoren:
Kontakt:
Christoph Brunner