Nachhaltige Energieversorgungskonzepte für die Schifffahrt
Die Schifffahrt ist für den Ausstoß von etwa 1 Milliarde Tonnen Kohlendioxid (CO2) und etwa 2,5 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen-Emissionen weltweit verantwortlich. Die drastische Verringerung der Treibhausgasemissionen von Schiffen wurde als eines der dringenden Ziele zur Erreichung der Green-Deal-Ziele der EU festgelegt.
Infolgedessen sucht die Schifffahrtsindustrie aktiv nach alternativen Lösungen und Technologien, die sie klimafreundlicher machen können ohne dabei das derzeitige Leistungsniveau zu beeinträchtigen. Das Projekt FuelSOME konzentriert sich auf die technologische Machbarkeit eines flexiblen, skalierbaren und multibrennstofffähigen Energieerzeugungssystems auf der Grundlage der SOFC (Solid Oxide Fuel Cell)-Technologie, das speziell für die Langstrecken-Seefahrt geeignet ist. Dieses System wird mit Ammoniak, Methanol und Wasserstoff sowie deren Mischungen betrieben werden können.
Die Besichtigung des einige Tage zuvor eröffneten Testzentrums für Brennstoffzellen bei AVL List war perfekter Ausgangspunkt für das am 21. und 22. September durchgeführte Kick-off-Meeting des vierjährigen EU-Projekts (Horizon 2020). Schließlich ist die Weiterentwicklung der Festoxid-Brennstoffzellen-Technologie (SOFC) für die Schifffahrt der Hauptforschungsgegenstand der Partner AVL, VTT und Elcogen.
AEE INTEC wird kurz- und langfristige nachhaltige Versorgungswege für die Brennstoffe Ammoniak, Methanol und Wasserstoff erforschen. Zudem wird eine eingehende und detaillierte Untersuchung der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Vorteile der Entwicklung eines multibrennstofffähigen Energiesystems für die europäische Industrie, den maritimen Sektor und die Bürger durchgeführt. Unterstützt wird AEE INTEC dabei von der Polytechnischen Universität Warschau. Im Zuge der Untersuchungen werden die Partner ATENA und ZHAW techno-ökonomische Bewertungen und Lebenszyklusanalysen für die gesamte Wertschöpfungskette durchführen. Zwei europäische Häfen werden als Use Cases im Detail untersucht, um die konkrete Umsetzbarkeit eines entsprechend skalierten Systems aufzuzeigen.
Der Fahrplan des Projekts sieht vor, dass die erzielten Ergebnisse nicht nur der maritimen Industrie zugutekommen, sondern auch als Blaupause und Startpunkt für die Implementierung der gleichen Technologie in anderen Sektoren, in denen Emissionen nur schwer zu reduzieren sind, dienen können und es dadurch ermöglichen, dass Multibrennstoff-Energieerzeuger in Zukunft zur Norm werden.
Projektpartner
AVL LIST GMBH Austria (Projektkoordination)
ATENA SCARL – DISTRETTO ALTA TECNOLOGIA ENERGIA AMBIENTE Italy
EBOS TECHNOLOGIES LIMITED Cyprus
ELCOGEN OY Finland
POLITECHNIKA WARSZAWSKA Poland
TEKNOLOGIAN TUTKIMUSKESKUS VTT OY Finland
ZURCHER HOCHSCHULE FUR ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN Switzerland
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