Qualitätssicherung für Solartechnologien in Entwicklungsländern

© AEE INTEC / SOLTRAIN
© AEE INTEC / SOLTRAIN

Die International Solar Alliance (ISA) und die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) führen mit finanzieller Unterstützung der französischen Regierung das Projekt „Solar Technology and Application Resource Centres (STAR C)“ durch. Das übergeordnete Ziel besteht darin, ein starkes Netzwerk institutioneller Kapazitäten innerhalb der ISA-Mitgliedstaaten zu schaffen, um die Qualitätsinfrastruktur (QI) für Solarenergieprodukte und -dienstleistungsmärkte zu verbessern, insbesondere in den am wenigsten entwickelten Ländern (LDCs) und kleinen Inselentwicklungsstaaten (SIDS).

AEE INTEC hat gemeinsam mit dem Schweizer Beratungsunternehmen Planair eine Baseline der bisher verfügbaren Qualitätsinfrastruktur für Solartechnologien durchgeführt. Die erste Phase des STAR C-Projekts konzentriert sich auf die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) und die Pazifische Gemeinschaft (SPC) / Pacific Island Forum (PIF).

Um mehr Wirkung zu erzielen und Skaleneffekte zu ermöglichen, hat STAR C einen regionalen Ansatz gewählt, der die grenzüberschreitende Harmonisierung von Solarprodukt-, Dienstleistungs- und Qualifikationsstandards, die Bündelung von Ressourcen und die gemeinsame Umsetzung auf nationaler Ebene erleichtert. In einem ersten Schritt wird STAR C die drei Wirtschaftsgemeinschaften bei der Stärkung der regionalen Solar-QI-Rahmenwerke und -Managementsysteme in Partnerschaft mit den nationalen Normungsgremien unterstützen.

AEE INTEC hat dafür ein regional adaptiertes Framework für die Qualitätsinfrastruktur entwickelt und jeweils zwei konkrete Maßnahmen in den Bereichen „Qualifizierung des Personals und Standardisierung von Schulungsprogrammen“ und „Standardisierung und Qualitätskontrolle solarbezogener Produkte/Technologien/Dienstleistungen“ ausgearbeitet.

Die Ergebnisse wurden vor Vertretern der Regionen im Rahmen des 5. Steering Committee Meeting des Global Network of Regional Sustainable Energy Centres (GN-SEC) im Headquarter der UNIDO  in der UNO-City in Wien präsentiert. Die regionalen Zentren des globalen Netzwerks GN-SEC sind von der UNIDO initiierte Organisationen in den Regionen, um lokale Maßnahmen im Bereich nachhaltiger Energieversorgung koordinieren und umsetzen zu können.

In der nächsten Phase der STAR C-Initiative sollen die vorgeschlagenen Maßnahmen in den drei Regionen Westafrika, Ostafrika und pazifische Region umgesetzt werden und so eine Verbesserung der nachhaltigen Qualitätssicherung von Solarprojekten fördern.

Auftraggeber

UNIDO – www.unido.org

Projektpartner

International Solar Alliance ISA – https://isolaralliance.org

Planair – www.planair.ch

Kontakt

Wolfgang Gruber-Glatzl